Gemeinsame Erklärung von Grünen und Piraten

Grüne und Piraten kritisieren Presseerklärung der Coswiger CDU zum Bahnlärm.

CDU-Sprecher Krawzyk offenbar bereits im Wahlkampfmodus.

Mit großem Unverständnis nahmen der Grüne Coswiger Stadtrat Innocent Töpper und der Coswiger Beisitzer der Piratenpartei im Kreis Meißen, Andreas Bärisch, das Selbstlob der CDU zur Kenntnis.
Die CDU erklärte in einer Presseveröffentlichung vom 07.07.2014, dass es eine technische Lösung für die Lärmproblematik am Fachkrankenhaus Coswig gäbe. Diese Lösung sei auf die Bemühungen der CDU zurückzuführen.

Grünen-Stadtrat Innocent Töpper dazu:
"Die CDU deklariert hier in einer besonders dreisten Art und Weise eine bloße Ankündigung der Deutschen Bahn als ihren politischen Erfolg. Für mich völlig unnachvollziehbar ist die komplette Ausblendung des langjährigen, erfolgreichen und intensiven Engagements der Bürgerinitiative Bahnemission-Elbtal, die bereits seit 2011 gegen den Bahnlärm kämpft. Das ist eine beispiellose Missachtung des ehrenamtlichen Engagements der Bürgerinnen und Bürger. Die CDU täuscht in dieser Angelegenheit geschäftiges Treiben vor - lässt die Betroffenen aber eigentlich seit Jahren im Stich. Mehrfach war ich in dieser Angelegenheit mit der BI bereits in Berlin - die CDU habe ich dort jedoch bisher nicht gesehen."

Andreas Bärisch von den Piraten:
"Krawzyk befindet sich offenbar bereits im Wahlkampfmodus, wenn er behauptet, dass die Bewegung in der Suche nach neuen Möglichkeiten des Lärmschutzes auf die Coswiger CDU zurückzuführen ist. Dabei habe ich die Anwesenheit eines CDU - Politikers bei einem der beinahe wöchentlichen Treffen der Bürgerinitiative vermisst.Darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen, dass es die CDU war die
zu diesem Thema lange schwieg oder nur leere Worthülsen verkündete ohne Taten folgen zu lassen. Aktive Unterstützung ist um Längen mehr wert, als eine  Pressemitteilung!"

Grüne und Piraten sind sich darin einig, dass es ohne das bürgerschaftliche Engagement der Bürgerinitiative Bahnemisson-Elbtal, der Arbeit des Coswiger Oberbürgermeisters und der Unterstützung durch ein breites Parteinbündnis bisher gar keine Bewegung im Kampf gegen den Bahnlärm gäbe.