Lärm macht krank!

Auf diese einfache Formel kann das Thema gebracht werden. Ob Flug-, Straßen-, Gewerbe- oder Schienenlärm:

Lärm macht den Anwohnern über Jahre hinweg schwer zu schaffen - und ist vermeidbar!

Die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus sind größtenteils gut erforscht. Tinnitus, Depressionen, Schlafstörungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nur einige mögliche Folgen.

Bei uns konkret vor Ort kämpfen wir seit einigen Jahren mit dem Phänomen des Schienenverkehrslärms, der das ganze Elbtal betrifft.
Von Bad Schandau über Dresden bis Großenhain - rund 250.000 Bewohner des Elbtals sind laut Bundesverkehrsministerium vom Schienenlärm betroffen.

Als Gründungsmitglied der Bürgerinitiative Bahnemission-Elbtal e. V. habe ich mich früh dafür eingesetzt, dass die Deutsche Bahn als Betreiberin der Strecke Maßnahmen zur Lärmreduzierung ergreift.
Als Stadtrat war ich lange allein mit meiner Ansicht, dass wir als Kommune uns für die Betroffenen starkmachen müssen.
Im Laufe der Jahre habe ich jedoch auch lernen müssen, dass das Thema sehr komplex ist und schnelle Lösungen nur schwer umsetzbar sind.

Trotzdem setze ich mich weiter konsequent für die Anwohner im Elbtal ein. Zuletzt z. B. als Redner in einer Sitzung des Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags, der Coswig einen Vor-Ort-Termin abstattete.
In dieser Sitzung versuchte ich, den Abgeordneten den Ernst der Lage näher zu bringen.

Wie können wir den Schienenlärm bekämpfen?

Insbesondere beim Thema Schienenlärm sind Experten einhellig der Meinung, dass die Umrüstung der Güterwaggons auf moderne Bremssysteme - also weg von alten Klotzbremsen - große Lärmminderungen zur Folge haben wird.
Ebenso wichtig ist, dass auch die Schienen regelmäßig durch die Netzbetreiber geschliffen werden.
Des Weiteren fordern viele Betroffene Nachtfahrverbote für besonders laute Güterzüge.

Aus meiner Sicht darf nicht vergessen werden ein Lärmmonitoring zu etablieren.
Das heißt, dass stationäre und mobile Messstationen über sehr lange Zeiträume hinweg in ganz Deutschland die Auswirkungen der verschiedenen technischen Änderungen auf die Lärmmessergebnisse erfassen.
Nur damit kann sichergestellt werden, dass die ergriffenen Maßnahmen auch effektiv sind.

Egal ob im Stadtrat oder in meiner Partei:
Ich setze mich dafür ein, dass das Lärmproblem stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt und endlich Lösungen angegangen werden.
Wichtig ist mir dabei, dass keine kleinen Kompromisse vor Ort gefunden werden, wie sie die CDU immer wieder anstrebt. Ich möchte vielmehr Lösungsansätze, die allen potenziell Betroffenen helfen!

 

Linktipp: http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/index.html