Mein Engagement gegen Lärm

Bürgerinitiativen sind hitzige Projekte, meist völlig chaotisch organisiert und so gut wie immer enorm kurzlebig - so die gängige Meinung.

Dass es auch vollkommen anders geht beweist die Bürgerinitiativen Bahnemission-Elbtal e.V.
Im nunmehr dritten Jahr seit ihrer Gründung im Sommer 2011 arbeitet der Verein an seinem Ziel der Lärmreduzierung auf den Schienenverkehrswegen im Elbtal, und zeigt noch lange keine Ermüdungserscheinungen.
Als Gründungsmitglied neben den Initiatoren Christian Günthel und Horst Heiden habe ich die Arbeit der BI von Anfang an begleitet – teils aus beruflichen Gründen als passives Mitglied oftmals aber auch aktiv mit ganz konkreter Mitarbeit.

Die BI hat es geschafft innerhalb kürzester Zeit nicht nur kommunal- und landespolitisch auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, sondern sogar bundesweite Wirkung zu entfalten. Damit kann der Verein sich ohne weiteres mit den zahlreichen, sehr großen und weitaus älteren Bürgerinitiativen im oberen und mittleren Rheintal messen lassen.
Vorläufiger Höhepunkt dürfte die Erweiterung des Wirkungskreises auf das Gebiet der Sächsischen Schweiz sein, die ebenso stark vom Lärm betroffen ist, wie die Städte Coswig oder Weinböhla.
Auch die ständig weiter voran getriebene landes- und bundesweite Vernetzung mit anderen Initiativen trägt Früchte.
Das ist umso bemerkenswerter, weil die Arbeit von Bürgerinitiativen immer enorm viel Ausdauer, Professionalität und Engagement erfordert.
Alle diese drei Eigenschaften sehe ich bei den Mitgliedern der BI Bahnemission-Elbtal. Auch wenn es Rückschläge gibt arbeiten die Mitglieder konsequent weiter an einer demokratischen Lösung ihres Anliegens.
Das verdient Respekt – vor allen Dingen von alljenen Bewohnerinnen und Bewohnern des Elbtals, die sich nicht in die Arbeit der BI einbringen, und zukünftig trotzdem von deren Errungenschaften profitieren werden.

Ich glaube, dass trotz vieler bundespolitischer Lippenbekenntnisse noch ein wichtiges Wegstück vor der Bürgerinitiative liegt. Die Trassenpreise müssen endlich so gespreizt werden, dass die Anreize zur Umrüstung auf leise Bremssysteme lohnenswerter für die Unternehmen ist. Der Begriff „Lärmmonitoring“ fällt in der Diskussion immer noch viel zu selten.
Anstatt punktueller diskontinuierlicher Lärmmessungen brauchen wir eine Lärmüberwachung – an festen und mobilen Überwachungspunkten, analog dem System in der Schweiz. Und natürlich täuscht all dies nicht darüber hinweg, dass alle Maßnahmen nur langfristigen Charakter haben und die Anwohner von Schienenverkehrswegen nicht vor ihrer akuten Belastung bewahren.

Aber: Lärmschutz heißt Gesundheitsvorsorge!
Und gerade deswegen sollten Fahrverbote für extrem laute Güterwaggons und Tempobegrenzungen in urbanen Gebieten keine Tabuthemen sein. Ich wünsche der Bürgerinitiative Bahnemission-Elbtal e.V. auch weiterhin ein glückliches Händchen bei allen Entscheidungen und Wegen. Alle Betroffenen möchte ich hiermit aufrufen sich ebenfalls in die Arbeit des Vereins einzubringen. Es wird keine Verbesserungen der Lärmsituation geben – ohne die BI Bahnemission-Elbtal. Ich werde die Arbeit der Initiative als Vereinsmitglied auch weiterhin aktiv mit gestalten.

Wenn nicht jetzt – wann dann?!

 

www.bi-elbtal.de